
Die Hühner
Sie kommen ausgemustert aus dem Großstall. Hier haben sie Auslauf, picken und scharren unter den Bäumen. Käfige gibt es keine.
Täglich 6–21 Uhr geöffnet
Selbstbedienung
Auch sonn- und feiertags
Moin, wir sind Helmut und Jutta. Uns gehört der Hof Kruse in Burlage, wo das Land flach ist und der Himmel weit. Schön, dass Sie hier gelandet sind, am Wagen wäre es noch schöner.

Vom Acker bis in den Wagen an der Straße sind es keine hundert Meter. Was dazwischen passiert, ist unsere Arbeit.
Helmut führt den Hof in der dritten Generation. Wir haben ihn Ende 2020 übernommen, und damit ging alles los. Zuerst haben wir den Hühnerstall renoviert, damit wir dann im Mai 2021 die ersten Hühner auf unserem Hof begrüßen konnten. Im Juli 2021 kamen Kartoffeln, Gemüse und Marmelade dazu, und seitdem erweitert sich unser Sortiment stetig.
Helmut kümmert sich um die Ländereien, gut zwanzig Hektar, zwölf davon verpachtet. Auf dem Rest wachsen Kartoffeln für den Wagen und Getreide.
Was kaputt geht, repariert er selbst, egal um welches Gerät es sich handelt. Alles andere Handwerkliche macht er nebenbei: Gebäude renovieren, Gewächshäuser bauen, Zäune aufstellen, den Baumaufschlag von den Flächen holen.
Jutta hat den Garten und die Gewächshäuser im Griff. Sie zieht Pflanzen vor, verarbeitet Obst und Gemüse, füttert die Tiere, hält die Ställe sauber und kümmert sich um den Verkaufswagen. Dazu kommen die Buchhaltung und die Hofseite.
Kartoffeln pflanzen und Hühner umstallen machen wir zusammen. Dazu kommt das Ackercatering, wie wir es nennen: Wer auf dem Feld steht, kriegt was zu essen. Ohne das läuft hier gar nichts.

Das Jahr gibt den Takt vor, nicht der Kalender an der Wand. Drei Abschnitte, und dazwischen läuft die Werkstatt immer mit.

Im Frühjahr kommen die Kartoffeln in den Boden. Danach heißt es warten und aufs Wetter hoffen.

Wenn es dann wächst, kommen wir mit dem Jäten kaum hinterher. Geerntet wird von Hand, und was reif ist, liegt am selben Tag im Wagen.

Im Herbst wird es voll. Kisten in der Halle, Töpfe auf dem Herd. Was nicht frisch weggeht, kochen wir ein oder legen es ein, damit im Winter auch etwas im Regal steht.
Nebenher läuft das ganze Jahr die andere Hälfte der Arbeit: Geräte wieder hinkriegen, am nächsten Gebäude weiterbauen, Zäune ziehen.
Uns ist wichtig, möglichst viel selbst zu erzeugen und wenig zuzukaufen. Lieber viele kleine Standbeine als ein großes. Das hält uns unabhängig.
Täglich von 6 bis 21 Uhr, auch sonntags
Im Spätsommer steht die Presse im Hof. Die Äpfel kommen von hier. Sie gehen durch den Häcksler, die Maische kommt in die Presse, und dann wird gedrückt, bis nichts mehr läuft.
Was herauskommt, wird heiß gemacht und noch am selben Tag abgefüllt. Am Abend stehen die Kisten voll.
Gepresst wird von Hand, Hebel für Hebel. Schneller geht es nicht, und schneller muss es auch nicht. Übrig bleiben Kisten voll Trester.

1Erst durch den Häcksler.

2Dann pressen.

3Heiß in die Flasche.

4Deckel drauf.

Den Saft gibt es im Verkaufswagen.
Frisch gepresst, aus Äpfeln von hier, selbst abgefüllt. Ein Euro Pfand pro Flasche.

Sie kommen ausgemustert aus dem Großstall. Hier haben sie Auslauf, picken und scharren unter den Bäumen. Käfige gibt es keine.

Sie stehen draußen, das ganze Jahr. Sie wühlen, schlafen viel und sind neugieriger, als man denkt.

Sie machen sich bemerkbar, wenn Besuch kommt, und sind auf dem Hof kaum zu überhören.

Laufenten helfen dabei, Schädlinge von den Beeten fernzuhalten. Sie sind viel auf dem Hof unterwegs.

Sie halten die Mäuse aus dem Lager und liegen den Rest vom Tag in der Sonne. Fotografieren lassen sie sich ungern.

Wenn gemäht wird, stehen sie im Gras und suchen ab, was die Maschine freilegt. Gehören uns nicht, sind aber jedes Mal da.
jedes Jahr am 30. Dezember
Am 30. Dezember wird gebacken.
Mehr Termine stehen noch nicht fest. Was dazukommt, steht hier.
Der Wagen läuft auf Vertrauen, in beide Richtungen. Wir stellen hin, was der Hof hergibt, und wer etwas mitnimmt, legt das Geld in die Kasse. Dass das funktioniert, liegt an den Leuten hier.
Hier hilft man sich, ohne viel Aufhebens. Die Kasse ist nichts anderes.
Am Anfang hatten wir Eier, ein bisschen Marmelade und bald Kartoffeln. Nur nichts, worin man das hätte verkaufen können.
Der Bauwagen stand schon jahrelang leer auf dem Hof und sah auch so aus. Vorher haben im Harz Waldarbeiter darin geschlafen, bis der Sturm Kyrill ihn erwischte. Dann kam er nach Ostfriesland und fungierte eine Weile als Partywagen, bis er auf unserem Hof ausrangiert wurde.
Dass er es dann wurde, hat einen nüchternen Grund: Durch die Treppe ist er mäusesicher, theoretisch jedenfalls, und wegfahren könnte man ihn zur Not. Gebraucht haben wir das nie. Seit Mai 2021 steht er vor der Scheune, immer an derselben Stelle.


Einkaufen täglich von 6 bis 21 Uhr, auch sonntags.
Von Hand geschrieben.
Zusammenrechnen darf jeder selbst.
Den Betrag zusammenrechnen und bar bezahlen.
Pro Glas und pro Saftflasche, unabhängig von der Größe.
Bei der Rückgabe wird das Pfand verrechnet oder erstattet.
Über Eierpappen freuen wir uns auch.
Jakobstraße 7, 26817 Rhauderfehn-Burlage